Pascal Groß legte mit Brighton & Hove Albion einen fantastischen Saisonstart in der Premier League hin und verbuchte in fünf Einsätzen drei Tore sowie vier Vorlagen. Jüngst führte der deutsche Mittelfeldspieler sein Team zu einem spektakulären 3:0-Sieg gegen den englischen Meister FC Arsenal, bei dem er das 1:0 per Fernschuss aus 18 Metern selbst erzielte und das 3:0 durch den früheren Stuttgarter Chema Andre per Eckball vorbereitete.
Nach der Partie wurde Groß bei Sky gefragt, wie viel Aufbruchsstimmung er unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp bei der deutschen Nationalmannschaft erwarte, woraufhin er antwortete: „Extrem viel. Ich drücke der neuen Generation extrem die Daumen.“ Anschließend fuhr er überraschend fort, dass er seine Karriere im DFB-Trikot beendet habe. Der Mittelfeldspieler erklärte dazu: „Offiziell – ich habe ja kein Social Media – bin ich jetzt nicht zurückgetreten. Aber ich bin schon zurückgetreten, für mich war's das nach der WM. Es ist Zeit, der neuen Generation nur das Beste zu wünschen.“
Trotz seiner aktuellen Top-Leistungen in der vielleicht stärksten Liga der Welt ist er damit kein Thema mehr für Jürgen Klopp. Groß betonte, dass er noch Spaß am Fußballspielen in seinem Verein habe, in Deutschland jedoch ein Umbruch stattfinde, was auch gut so sei, weshalb er ihnen die Daumen drücken werde.
Groß gab sein Debüt spät und in einer für den deutschen Fußball schwierigen Zeit. Seinen ersten Einsatz hatte er im letzten Spiel unter dem ehemaligen Bundestrainer Hansi Flick bei der 1:4-Niederlage gegen Japan am 9. September 2023 in Wolfsburg. Danach trennten sich die Wege von Flick und dem DFB, woraufhin Rudi Völler kurzfristig übernahm und drei Tage später mit Groß in der Startelf einen 2:1-Sieg in Dortmund gegen Frankreich feierte.
Sein letztes Spiel für die deutsche Nationalmannschaft bestritt Groß bei der Weltmeisterschaft im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador, das mit 1:2 verloren ging. Damals wurde er in der 73. Minute eingewechselt. Dies war unter dem Trainer Julian Nagelsmann sein einziger Einsatz bei der Weltmeisterschaft und einer von insgesamt nur drei Einsätzen in jenem Jahr, bei denen er insgesamt 88 Spielminuten absolvierte.